Rückblick auf den Webtalk mit der Friedrich-Naumann-Stiftung NRW

Innerhalb der vierten Folge der Reihe „Jagd braucht Freiheit“ der Friedrich Naumann Stiftung NRW durfte ich, gemeinsam mit einem der führenden europäischen Wolfs-Forschern, Prof. Dr. Klaus Hackländer, und der anerkannten akademischen Jagdwirtin Christine Fischer über das Thema Umgang mit dem Wolf in Deutschland diskutieren. Die Reihe insgesamt befasst sich mit klassischen Themen der Jagd- und Forstpolitik, daher darf das Thema Umgang mit dem Wolf nicht fehlen.

Angesichts der aktuellen Präsenz des Wolfes ist diese Thematik zurecht im Fokus der öffentlichen und politischen Debatte. Daher ist es besonders wichtig, diesen Diskurs mit einer fundierten, wissenschaftlichen und fachlichen Grundlage zu führen. Ich bin daher umso dankbarer, dass innerhalb dieses Formats eine solche Diskussion möglich gemacht wurde. Eine so praxisnahe Debatte, die ich in anderen Gesprächen nicht selten vermisse.

Die Rückkehr des Wolfes stellt unsere Gemeinschaft und unsere Kulturlandschaft vor erhebliche Herausforderungen und wirft zahlreiche Fragen auf. Einfach gesagt: Der Wolf beeinflusst ökologische, ökonomische und kulturelle Dimensionen ohne Ausnahme. Als Spitzenprädator beeinflusst der Wolf die Populationen von Wildtieren und verändert dadurch auch das Verhalten der Beutetiere, was sich langfristig auf deren Bewegungsmuster und Fressverhalten auswirkt. Dies kann zu Verschiebungen innerhalb ganzer Populationen führen und stellt auch den Naturschutz vor große Herausforderungen.

Daneben steht vor allem die Nutztierhaltung vor großen Herausforderungen. Trotz Schutzmaßnahmen wie einfache Schutzzäune bis hin zu Elektrozäunen, sowie das Einsetzen von tierischen Helfern sind noch lange nicht ausreichend. Die derzeitige Wolfspopulation kann dazu führen, dass es Bereiche geben wird, in denen heute noch Tierhaltung stattfindet, die aber langfristig nicht ausreichend geschützt werden können. Da reden wir nicht nur von Deichen und dem Alpenraum, sondern auch Gebiete bei uns um die Ecke. Diese könnten langfristig nicht mehr dafür geeignet sein. Es kann sein, dass Landwirte in einigen Gebieten aufhören werden, Nutztiere zu halten, oder die Freilandhaltung und die biologische Haltung anfangen einzuschränken, weil sie eben durch den Wolf nicht mehr darstellbar geworden ist. Durch die daraus folgende fehlende Bewirtschaftung, die unsere Kulturlandschaft nicht nur optisch, sondern auch ganzheitlich verändern wird, kann zu Folgen und Einschränkungen für den Tourismus führen. Es ist sogar vorstellbar, ganze Wanderwege für Kinder und Familien kurzfristig sperren zu müssen.

Der Webtalk zeigt, dass eine fachliche Auseinandersetzung nur zu einem Ergebnis führen kann: Der Schutzstatus des Wolfes muss herabgesetzt werden und die Bejagung muss erlaubt werden. Schauen Sie gerne in meine anderen Artikel auf dieser Website, und was ich Ihnen nur empfehlen kann: Informieren Sie sich bei Prof. Dr. Hackländer Website, dort finden Sie weitere Strategien, Forschungen und wissenschaftliche Artikel, mit denen Sie sich ihre eigene Meinung zu dem Thema bilden können.

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